Projekttag zum Jahr der Taufe 2011
Freitag, 17. September in Haus Villigst
Im Jahr 2011 findet das Projekt „Mit Kindern neu anfangen“ einen besonderen Höhepunkt: Vor zwei Jahren hatte Präses Alfred Buß zu einem „Jahr der Taufe“ aufgerufen. Im Rahmen der Reformationsdekade bis 2017 steht das Jahr 2011 unter dem allgemeinen Titel "Reformation und Freiheit". Der Taufe kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.
In den westfälischen Kirchenkreisen und Gemeinden haben bereits viele Menschen angefangen, Veranstaltungen zu planen, Materialien sind in Vorbereitung, vielfältige Impulse stehen bereit.
Beim Projekttag zum „Jahr der Taufe 2011“ am 17. September 2010 von 10 bis 16 Uhr in Haus Villigst soll nun der neue praktische Taufreader für die Gemeinden vorgestellt werden, Materialien für Gottesdienst, Gemeinde- und Öffentlichkeitsarbeit werden präsentiert, es gibt Informationen über eine Wanderausstellung und Hilfen und Anregungen zur Organisation eines regionalen Tauffestes.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen bitte bis zum 10. September 2010 an das Pädagogische Institut, Postfach 1247, 58207 Schwerte, E-Mail: b.todt@pi-villigst.de, Veranstaltung Nr.: 106101.
Mit Kindern neu anfangen: Westfalen und die Schweiz im internationalen Austausch
„Wie erreichen wir Kinder und die Familien mit kirchlichen Angeboten?” – eine wie sich herausstellte internationale Frage. Drei Tagen standen zur Verfügung: vom 13. bis zum 15. August war eine sechsköpfige Delegation aus der Züricher und der Aargauer Kirche zu Gast in Westfalen und wurde von Prof. Dr. Hans-Martin Lübking und Ralf Fischer vom Pädagogischen Institut begleitet. Neben dem Austausch über das westfälische Projekt „Mit Kindern neu anfangen” und das schweizer Projekt „Taufverantwortung, religiöse Erziehung und familienfreundliche Gemeinde” standen Besuche in Kirchengemeinden auf dem Programm, die Wege zu den Familien gehen und über ihre Erfahrungen berichten konnten.
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Ökumenischer Kirchentag München
Großes Interesse zeigten vor allem ehrenamtlich engagierte Gemeindeglieder beider Konfessionen auf dem Doppelstand von "Mit Kindern neu anfangen" und "Gottesgeschenk - das Jahr der Taufe 2011" auf dem ökumenische Kirchentag in München. Die Mitarbeitenden des Taufprojekts der Landeskirche beantworteten dabei vor allem Fragen nach dem Einsatz und der Unterstützung durch die Materialsammlung, zum Beispiel den Einsatz von Tauferinnerungsbriefen oder Taufgottesdienste für ältere Kinder.
Neben Beratung und Information konnten Kinder wie Erwachsene am (Tauf-)Glücksrad drehen und einen Preis gewinnen oder sich beim "Reifen-Schlagen" einen kleinen (Tauf-)Erinnerungsanhänger basteln. Besonders intensive Gespräche ergaben sich mit Kirchentagsbesuchern, die gebeten wurden, sich in das zum Jahr der Taufe 2011 ausliegende "Taufbuch" mit Taufdatum und - so vorhanden oder bekannt - ihrem Taufspruch einzutragen.
Mit Kindern neu anfangen - bald auch in der Schweiz
Seit dem Start des Projekts "Mit Kindern neu anfangen" zeigen nicht nur Gemeinden in Westfalen Interesse an diesem Thema. Mittlerweile gibt es Kooperationen mit anderen Landeskirchen der EKD. Ab dem kommenden Jahr könnte sich der Kreis der Partner auch über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus erweitern.
Vom 13. bis 15. August 2010 ist eine Delegation von Religionspädagogen und Elternvertretern aus Zürich und dem Aargau zu Gast in Westfalen. Unter Leitung von Prof. Dr. Hans-Martin Lübking besuchen die Mitarbeiter der Fachstelle für Vorschulalter-und Familienpädagogik der reformierten Kirche der Schweiz die Kirchenkreise Bochum und Arnsberg.
Ein besonderes Augenmerk gilt bei den Treffen mit Gemeindevertretern und Projekleitern vor allem der Frage, wie "Mit Kindern neu anfangen" vor Ort umgesetzt wird. Bei der Planung eines familienfreundlichen Gemeindeaufbaus in der Schweizer reformierten Kirche könnten dann dort erprobte Ansätze mit denen aus Westfalen im Idealfall ergänzt oder kombiniert werden.
Kampagne gegen Kinderarmut beendet - Herausforderungen bleiben
Mit Ende des Schuljahres 2009 hat die Evangelische Kirche von Westfalen die Kampagne gegen Kinderarmut Lasst uns nicht hängen beendet. Auf der Landessynode im November 2009 haben die Synodalen folgendes beschlossen:
- Die Landessynode macht sich die im „Bericht zur Kinderarmut“ unter Ziffer IV genannten Forderungen zu Eigen. Als Ergänzung fordern wir für alle Kinder den kostenfreien Besuch Offener Ganztagsschulen.
- Die Landessynode bittet die Kirchenleitung, die Kreissynodalvorstände und die Presbyterien unserer Kirche, sich nachhaltig für den Aufbau von Präventionsketten für Kinder von der Geburt bis zum Ende der Sekundarstufe I in allen westfälischen Kommunen einzusetzen.
- Die Landessynode bittet die Kirchenleitung, zur Frage nach dem Profil unserer Kirche in einem Ort oder Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf und dem, was es bedeuten würde, der kirchlichen Präsenz in solchen Gemeinden Priorität zu geben, einen Konsultationsprozess anzustoßen.
- Die Landessynode bittet alle Gemeinden und Kirchenkreise, sich nicht aus den Armutsregionen in den Städten und auf dem Land zurückzuziehen. Die in den Kirchengemeinden häufig vorhandene Verengung auf wenige Milieus darf sich nicht weiter verfestigen. Stattdessen erinnern wir uns gegenseitig an unsere besondere Verantwortung für die Armen, die auch besteht, wenn sie nicht Mitglieder unserer Kirche sind.
- Die Landessynode bittet die Kirchenleitung, bei der Bearbeitung dieser Frage die Ergebnisse der Internationalen Konsultation gegen Kinderarmut und weitere Erfahrungen ökumenischer Partnerinnen und Partner zu berücksichtigen. Der Landessynode soll 2011 ein Zwischenbericht gegeben werden.
- Die Landessynode regt an, in der Evangelischen Kirche von Westfalen das Amt einer oder eines Kinderbeauftragten zu schaffen, die oder der als Ansprechpartnerin oder -partner für die Kinder in der Evangelischen Kirche von Westfalen darauf achtet, dass ihre Rechte und Belange in der Kirche beachtet werden. Wir als Kirche sind aufgefordert, nicht nur für die betroffenen Kinder, sondern immer auch mit ihnen an der Veränderung ihrer Lebenssituation zu arbeiten.
- Die Landessynode bittet die Kirchenleitung, sich dafür einzusetzen, dass auf Bundesebene eine Ständige Kinderarmutskonferenz eingerichtet wird.
- Die Landessynode bittet die Kirchenleitung, den Gemeinden, Kirchenkreisen, Ämtern und Einrichtungen über das von der EU ausgerufene „Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ Informationen zur Verfügung zu stellen.
Jahrestagung des Taufprojekts „Mit Kindern neu anfangen” in Villigst.

Wie in jedem Jahr lädt das Projekt „Mit Kindern neu anfangen – Taufverantwortung wahrnehmen” in zeitlicher Nähe zum Weltkindertag zu seiner Jahrestagung ein. Sie findet am Freitag dem 18.September 2009 ab 15.00 Uhr in Haus Villigst statt. Natürlich sind alle beim Projekt „eingetragenen ” Mitglieder aus den Kirchengemeinden und Ämtern der EKvW eingeladen. Darüber hinaus wurden diesmal aber auch erstmalig alle Kinder- und Jugendpresbyter/innen der EKvW schriftlich eingeladen.
Mit gutem Grund:
Das Taufprojekt bemüht sich um eine nachhaltige religionspädagogische Begleitung der Familien nach der Taufe: Bei der Taufe wie auch in der nachfolgenden Zeit sollen die Familien ihre Gemeinde als einladend und begleitend erleben. Die Kampagne der EKvW gegen Kinderarmut („Lasst uns nicht hängen”) wiederum hat aufgezeigt, welche Chancen gerade Kirchengemeinen haben, Familien und Kinder auch in ihrem sozialen Alltag zu begleiten.
Die Jahrestagung möchte eine Brücke zwischen diesen beiden Themen bauen: Am Beispiel des Dormagener Modells kommunaler Familienbegleitung soll bei der Tagung überlegt werden, welche Impulse die Gemeinden daraus aufnehmen könnten. Wer Interesse an der Veranstaltung hat melde sich bitte unter 02304-755160 Sekretariat Frau Todt oder unter t.hansen@pi-villigst.de an.
Zukunftswerkstatt Kassel 2009
Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland lädt ein nach Kassel
Unser Projekt auf dem „Zukunfts-Kongress” der EKD in Kassel. Dazu heißt es von EKD-Seite:
Mehr als drei Jahre sind vergangen seit der Veröffentlichung des Impulspapieres "Kirche der Freiheit. Perspektiven für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert". Mehr als zwei Jahre liegt der Zukunftskongress von Wittenberg zurück. Jetzt zieht die evangelische Kirche eine erste Bilanz.Bei der Zukunftswerkstatt Kassel 2009 im Rahmen des Reformprozesses "Kirche im Aufbruch" treffen sich vom 24. bis 26. September 2009 etwa 1.200 eingeladene Vertreterinnen und Vertreter aus den Gliedkirchen der EKD und kirchlichen Werken. Gemeinsam nehmen sie wahr, was dieser Prozess in den letzten Jahren an innovativen Ideen für die Praxis gebracht hat.Vielfältige Beispiele innovativen, einladenden und nachahmenswerten kirchlichen Handelns aus Gemeinden, Kirchenkreisen und Landeskirchen werden in Kassel präsentiert, diskutiert und weiter entwickelt. Im gemeinsamen Austausch werden Zukunftsinitiativen in den Blick genommen und die "Kirche im Aufbruch" macht sich mit ersten Schritten auf den Weg zum Reformationsjubiläum 2017.





